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Wirbelwindwetter Kopie

im Kopf und sonstwo.

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Ich baue mir ein Haus. Ob ich je einziehen werde?
Ich weiß es nicht. Das Einrichten macht Spaß.
Es wird noch kein Schloss, keine Villa,
nicht einmal ein Haus vielleicht. Zunächst eine Hütte vielleicht,
um herauszufinden, welchem Wetter sie zu trotzen vermag.
Ob sie Stürme überstehen kann und will.
Rohbau mit vager Aussicht auf Richtfest

alles offen zu offen

offen für Umbau Anbau Ausbau Einbau,
Ausrichtung Einrichtung Richtung Wind.
Offene Türen, offene Arme, offen Kopf und Herz
doch voller viel viel viel zu voll.

Blut und Schweiß und Leben.
Glut und heiß und Beben.

Leben von Tag zu Tag, Woche zu Woche.
Nervöses Fiebern auf die Wochenhighlights,
Erleben, erlieben dieser in viel zu rascher Folge.
Erleben, erlieben des Lebenshighlights
jeden Tag, jeden wundervollen verdammten Tag.

Gedanken über das Wohin, Wiehin.
Lästiges Aufsammeln der eigenen Zerstreutheit.
Diskutieren auf fremdem Standpunkt zur Probe,
vielleicht könnte man ja mal einen neuen gebrauchen.
Der Blickwinkel ein stetig anderer.
Das Winkelmaß hat keine Ruhe.

Ich sollte mir einen Kreis finden, ohne Pinkelwinkel und Versteckeecke.
Kreisrundreinen Tisch machen.

Was geht hier vor? Und was kommt danach?
Wer hat das Sagen? Wem verschlägt es die Sprach‘?

tausend Worte unbedacht
ein Gedanke umgebracht
viel viel viel weit weit weit
voll voll voll unbereit

Schlafes Träume schaffen Räume
Lebensräume morden Träume

viel ist wenig, voll ist leer
hier ist weg weg weg so sehr

[ 31.03.2015 ]

Angekommen.

♥♥♥

Die Arme einer liebenden Mutter
halten dich fest und lassen dich fliegen
– sind Freiheit wie Geborgenheit.

Das Herz eines liebenden Vaters
schlägt schneller bei deinem Lachen,
am schnellsten bei deinen Tränen.

Erkunde die Welt, kleines Vögelchen,
und lass deine Eltern dir Heimat sein.
Ein starker Baum mit Schatten, Nest und Wurzeln,
wenn du sie brauchst.

♥♥♥

Am Fenster.

Wach liege ich mit traurigen Augen, in die niemand mehr schaut.
Das Schnarchen neben mir setzt ein, während ich noch hoffe.
Vergebliche Erwartung einer Liebkosung, eines letzten schönen Wortes.
Weiche Naivität.
Weiche, Naivität!
Traumhafte Nächte gaukeln mir Leben vor, doch nach dem Aufwachen bleiben kaum lebhafte Träume.
Das geschlossene Fenster nimmt mir ein wenig Kälte und die Luft zum Atmen.
Ich öffne es, in der Hoffnung auf Leben und Tod, und sterbe bei jedem Atemzug neu.

1 + 1 ist 3.

oder: Wenn es nicht logisch ist, dann ist es Liebe.

Tag für Tag tickt der Wecker ein bisschen lauter, doch geläutet hat er noch nicht. Noch ist Winterschlaf. Auch wenn heute die Sonne scheint.

Als ich am Morgen beiläufig aus dem Fenster blickte, sah ich Sonnenlicht und Wolken, war einigermaßen fröhlich und zog, ganz in Gedanken versunken, meine Schuhe an. Als ich aus der Haustür heraus und in ein bisschen Schnee, Eis und Kälte trat, fiel mir ein, dass noch Winter ist, und auf, dass ich Stoffschuhe trug. Dass es schlimmer kommen würde, wusste ich zwar nicht, aber es passierte trotzdem. Und doch ist vorerst alles überstanden oder verschoben und ich fühle mich ein klitzekleines bisschen frei.

Der Mann sitzt am Computer und ich sehe ihn an und er sieht so aus, als müsse er sich zu mir ins Bett legen. Tut er jetzt aber nicht. Obwohl ich seine Schulter brauche, weil ich nicht weiß, wohin mit meinem Kopf.

Und wenn man dann ein komisches Geräusch vom Schreibtisch hört und die Antwort auf die Frage, was das denn sei, die folgende ist: „Na, ich probiere meine Axt aus.“…DANN…dann…weiß ich auch nicht.

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